Das war‘s – Die Deutsche Meisterschaft Feld/ Wald 2014

Am letzten Wochenende machten sich vier Rabensteiner auf den Weg nach Wichts-hausen bei Suhl, um bei der Deutschen Meisterschaft Feld/Wald unter Beweis zu stellen, dass auch bei dieser Disziplin mit den Chembows zu rechnen ist.

Bei herrlichem Altweibersommer, einer sehr gut vorbereiteten Veranstaltung und in einem sportlich herausfordernden aber gut in die Landschaft eingefügten Parcours wollten wir den höchstmöglichen Ruhm nach Chemnitz heimführen. Schon bei der Feldmeisterschaft gelang uns das, indem Renaldo bei den Compound-Herren und Micha bei den Jagdbogen-Männern Ü45 jeweils die Bronze-Medaille gewannen. Am Abend saßen wir zu viert (Fedja, Renaldo, Kati und Micha) bei Speis und Trank und werteten den ersten Wettkampftag aus. Um euch einen kleinen Einblick in die moti-vierende und anspornende Atmosphäre zu geben, sei hier der Wortlaut * veröffentlicht:

“6:30 Uhr – ich trinke meinen ersten Kaffee, weil ich gleich aufs Klo muss – Dixiklo ist nicht mein Fall. Frühstück war wieder der Hammer – ein weiches Ei wurde uns ver-sprochen – nichts wars, das kann ja heiter werden. Bei der Anmeldung muss ich zittern, ob ich starten darf – es klappt. Tolle Gruppe erwischt – schieße mit Jens Hopp aus Berlin.

10.30 Uhr – ich stehe am Pflock, denke an meinen Rasen, der seit 3 Wochen gemäht werden muss – prompt geht der Schuss in die 3. Läuft gut – ich habe vielleicht die Chance auf eine Medaille. 6 Pfeile ohne Punkte – das tut weh – aber jetzt punktet es wieder. Es geht den Berg hoch – mit Puls 180 versuche ich Spots zu treffen. Ich stehe am Pflock – die Mutti aus der Vordergruppe kommt zurück, weil sie ihren Kugel-schreiber vergessen hat und läuft durchs Schussfeld. Kind in der Gruppe musste schon zum 2. Mal innerhalb von 15 Minuten aufs Klo. Hans Schweiger aus Potsdam erklärt mir, warum er mal gut und mal weniger gut schießen kann – trotzdem gute Gruppe. Bergabschuss auf 20 Meter – 2x Gold – werde gelobt und schieße prompt ins Schwar-ze. Wir ziehen Pfeile – die Mutti aus der Vordergruppe kommt zurück, weil sie auf dem Dämpfer ihre Kladde vergessen hat. Noch 5 Ziele, dann habe ich es geschafft – oh nein eine 2! Langsam schießt es wieder – vielleicht schaffe ich doch noch mehr als 100 Ringe. Wir laufen schon wieder auf – ist nicht so schlimm – Peter Fischer schreit nicht mehr. Wieder mal im Auszug, ich werde den Rasen 6 Wochen wachsen lassen – der Schuss geht in die 6. Habe mich nach der 2 schnell gefangen, jetzt flogen mir die 6er bloß noch so zu. Spot – das vorletzte Ziel – komme mit einer 6 auf 111 Ringe – sollte ich das Ergebnis stehen lassen? Die letzte Scheibe bringt die Entscheidung – es reicht – mehr als bei der Quali. Wir kommen aus dem Wald auf die Wiese – Compound Nr. 1 aus der Vordergruppe brüllt zu uns rüber, ob wir seinen Bogenständer gefunden haben. Letzter Schuss – 351 Ringe – jetzt bleibt abzuwarten, was die anderen geschossen haben. Habe mich entschlossen, doch noch die letzte Scheibe zu treffen – ein Ring mehr wäre der 4. Platz gewesen. Die Ergebnisse werden ausgehangen – die erste Einzelmedaille bei einer Deutschen Meisterschaft. Ich dränge mich vor die Traube, die sich vor die Ergebnisliste gebildet hat und weiß, wer heute Abend mein Bier bezahlt. Kann selber nicht an die Tafel gehen – Fedja kommt zurück und teilt mir mit: „Platz 3 – du Lusche!“ Das Warten auf die Siegerehrung zieht sich hin, die Verteilung der Medaillen und Urkunden ebenso – die Jagdbogenklasse kommt wieder erst am Ende, viele Schützen schon weg. Stehe auf dem Treppchen – geiles Gefühl!”

Dass dies genau die richtige Art ist, einen Wettkampf auszuwerten, zeigt die Tatsache, dass Renaldo am nächsten Tag die Silbermedaille bei der Wald DM errang, Micha fast 300 Punkte erreichte und sowohl Fedja als auch Kati für den noch sportlicher als am Vortag gestellten Parcours beachtliche Ergebnisse schossen. Die Beiden belegten den völlig zu Unrecht geschmähten letzten Platz in der jeweiligen Wertungsklasse und führten somit ebenfalls das Starterfeld an, wenn auch von hinten.

Alles in allem waren wir mit unserer Leistung zufrieden, hoffen aber im nächsten Jahr in der Compound- und Jagdbogenklasse auf mindestens einen weiteren Mitstreiter, um Mannschaften bilden zu können.

In der Mannschaftswertung wäre Gold möglich gewesen!

Kati Witschaß

* die Auswertung war eine Reih-um-Geschichte zwischen Fedja, Renaldo, Kati und Micha vom Wettkampftag

 

Rabensteiner Bogenschützen bei der Deutschen Meisterschaft Feld/ Wald 2014

Am Wochenende 27./28.09.2014 war die Schützengilde Haselgrund-Wichtshausen e.V. Ausrichter der Deutschen Meisterschaft Feld/Wald 2014.

Aus unserem Verein hatten sich für diese Meisterschaft folgende Mitglieder qualifiziert:

Renaldo Schmidt Cu H
Feldja Galperin Cu H
Kati Witschaß JB Ü50
Michael Witschaß JB Ü45

Heute können wir uns über 3 Medaillen freuen, die sich nach Ende der Deutschen Meisterschaft  im Gepäck von Renaldo Schmidt und Michael Witschaß befinden.

Renaldos Training, zusammen mit dem Verzicht auf Bier trinken ;-) (Quelle = Facebook) ca. eine Woche vor Beginn der DM, hat sich ausgezahlt. Er belegte in der Feldrunde am 27.09.2014 einen 3. Platz mit 351 Ringen. Ein super Ergebnis hatte auch Michael Witschaß am ersten Tag erreicht. In der Klasse JB Ü45 belegte er einen 3. Platz (226 Ringe), damit wurde er seinem Ausspruch…”mal sehen wie es läuft“ toll gerecht.

Am 2. Tag der Deutschen Meisterschaft, der Waldrunde, hat Renaldo es noch einmal auf das Siegertreppchen geschafft. Mit insgesamt 403 Ringen schaffte er einen 2. Platz. Er kehrt mit einem Doppelpack – Silber und Bronze - an Medaillen nach Chemnitz zurück.

Herzlichen Glückwunsch Renaldo und Michael.

Im nachfolgenden erhaltet ihr einen Überblick über die Platzierung unserer Schützen:

Name Feld 2014 Platzierung Wald 2014 Platzierung
Renaldo Schmidt
Cu H
351   3. Platz 403   2. Platz
Michael Witschaß
JB Ü45
226   3. Platz 295   5. Platz
Kati Witschaß
JB Ü50
116   5. Platz 186   4. Platz
Fedja Galperin
Cu H
325 13. Platz 369 16. Platz

Danke an alle Teilnehmer und Glückwunsch zu den Platzierungen.

Monika

Das Ü-Ei ist perfekt!

Am 30./31.08 2014 fanden die Deutschen Meisterschaften für Bögen ohne Visier bei der SV Bau Union in Berlin statt.

Großes Lob an die SVBU.
Alles super organisiert und durchdacht.
Trotz intensivster Bemühungen der Veranstalter schmetterte die Nationalhymne mal nicht über den Platz. War auch i. O.; mitgesungen hätte sowieso keiner.

Es sollte ein Schirmwochenende werden.
Am Samstag brauchte man den Sonnenschirm plus Sonnencreme.
Für den Sonntag reichte der Regenschirm nicht aus.
Wer seine Ausrüstung nicht auf alles abgestimmt und auch mal den Wetterbericht im Auge hatte, wurde spätestens am Sonntag, pünktlich nach dem Einschießen, bestraft.

Ja, was kann man über eine FITA DM, die so top ausgerichtet war, noch schreiben?
Einschießen, Wettkampf, Siegerehrung. Und zwischendurch Hoffen und Bangen.

Für mich persönlich ist ein Traum in Erfüllung gegangen.
Das Ü-Ei ist perfekt.

  1.  Titel Deutscher Meister
  2.  neue persönliche Rekorde und
  3.  mich für`s erste ordentlich aus der Langbogenklasse verabschiedet.

Kleiner Bonus obendrauf:
Ich habe den Weltmeister auf 50 m um 2 Punkte geschlagen.

So, das war`s.
Wer mehr wissen will, ist zum Quatschen im Laden auf der Hei.-Lo. 23 gern gesehen.

Tschüß
Knut Kieschkar

Und wieder ein Titel Deutscher Meister

Bei den Deutschen Meisterschaften Bögen ohne Visier, die am Wochenende (30./31.08.14) beim SV Bau-Union Berlin stattfanden, holte Knut Kieschkar in der Klasse Langbogen Herren Ü45 den Titel Deutscher Meister.

Er belegte mit 1.052 Ringen den 1. Platz vor Karsten Löhmer (Erfurt West 90 mit 1.033 Ringen) und Manfred Valta (SV Grafenrheinfeld mit 954 Ringen).

Herzlichen Glückwunsch.

Monika

DM 3D des DBSV in Hohegeiß/Harz

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Am Wochenende vom 23.08.-24.08.2014 fanden in Hohegeiß/Harz die Deutschen Meisterschaften des DBSV im 3D Bogenschießen statt.

Ich selbst bin schon am Freitagnachmittag angereist, um noch am selben Tag durch Anmeldung und Bogenkontrolle zu kommen. Das spart Zeit für den Samstagmorgen…

Rund um das Aparthotel Panoramic hat der Bogensportverein Hohegeiß zwei anspruchsvolle Parcours gestellt, die sowohl vom Laufen als auch vom Schießen her den Schützen und Schützinnen einiges abverlangten. Am Gelände merkte man schnell, dass man sich auf 600 m Höhe in einem Mittelgebirge befand.

Am Samstag konnte man sich dann ab 8:00 Uhr einschießen und das Material noch ein letztes Mal überprüfen, bevor der offizielle Teil mit Begrüßung um 9:00 Uhr begann. Nachdem die verschiedenen Offiziellen ihre Statements abgegeben hatten, die Nationalhymne gespielt war und die letzten organisatorischen Details angesprochen waren, wurden die Schießkladden an die Gruppen verteilt. Anschließend wurden die Schützen/-innen durch ortskundige Führer in den Parcours gebracht und um 10:00 Uhr war Schießbeginn. Dieser wurde durch zwei kräftige Böllerschüsse lautstark bekannt gegeben. Es waren über 500 Schützen und Schützinnen in den verschiedenen Bogen- und Altersklassen angemeldet und am ersten Tag schossen wir eine Dreipfeil-Runde mit 32 Stationen.

Wir starteten gemeinsam mit zwei Gruppen am gleichen Ziel und somit kam es unausweichlich zum Auflaufen auf die vorher gehende Gruppe, weil auch diese warten mussten… an verschiedenen Parcoursstellen mehr oder weniger. Doch im Laufe des Tages hatte es sich „entkrampft“ und man musste nur noch gelegentlich auf die vorderen Gruppen warten.

Ich selbst war in einer Dreier-Gruppe unterwegs, da unser vierter Mann nicht angetreten war und wir waren alle in einer Bogenklasse: dem Jagdbogen. Das Wetter bot an diesem Tag vom Regen bis Sonnenschein eine abwechslungsreiche Palette, doch der Regen hielt sich in erträglichen Grenzen…

Am Ende des ersten Tages war ich dann doch „ganz schön platt“ auf den Füßen und die Warterei hat ihr übriges dazu getan… mit meinem Ergebnis war ich zufrieden und 412 Punkte bedeuteten den dritten Platz in meiner Klasse. Und es war eng! Der Zweite und der Führende hatten beide 414 Punkte – nur durch die erreichten Xer getrennt.

Nach netten Gesprächen mit anderen Bognern und Bognerinnen bin ich recht früh in mein Hotel nach Zorge gefahren und hab mich bis zum nächsten Morgen „abgemeldet“.

Der Sonntag begann mit einem sehr schönen Frühstück im Hotel und wieder um 8:00 Uhr mit dem Einschießen. Danach folgte um 9:00 Uhr die Begrüßung…

Dieses Mal ging es auf den anderen der zwei Parcours, wieder mit zwei Gruppen am ersten Ziel und wieder mit dem Warten im Parcours bis sich der ganze „Bogenzirkus“ auseinander gezogen hatte.

Die Gruppeneinteilung vom Vortag blieb bestehen und so gingen wir wieder zu dritt von Pflock zu Pflock und schossen unsere Hunterrunde- jeweils ein Pfeil auf 32 Ziele! Hunterrunden haben immer ihren eigenen Reiz und man ist nervlich etwas angespannter als bei der 3- Pfeil Runde.

Mir wurde schon am Vorabend bewusst, dass ich mit einer guten Hunterrunde noch richtig was bewegen könnte und genau das ist das, was der „entspannte Bogenschütze“ im Wettkampf braucht: Immer schön viel selbstgemachten Druck! Naja, nicht bei jedem Ziel konnte ich dem standhalten und am Ende standen sogar 8 Outs auf dem Schießzettel und ich hatte innerlich meine Platzierungsvorstellungen schon begraben…

Wenigstens das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser und so fanden wir uns wieder nach der Hunterrunde im Sonnenschein am Hotel Panoramic ein. Man redete über den Parcours und sprach über die erreichten Ergebnisse und ich begriff irgendwann, dass auch die anderen Schützen in meiner Klasse nicht den allerbesten Tag hatten… Der Erste und der Zweite vom Vortag waren im Hunter-Ergebnis hinter mir gelandet und mir wurde das erste Mal etwas „mulmig im Bauch“! Auch die, die am Vortag direkt hinter mir lagen, kamen nicht an meine Punktzahl von 276 heran. und das „elend lange Warten“ auf die Ergebnislisten begann und dauerte für mich eine gefühlte Ewigkeit.

Dann hingen die Listen aus und ich hatte es schwarz auf weiß:

  1. Platz Herren Jagdbogen…Edgar Löhr

Aber so richtig glauben wollte ich es immer noch nicht. Das braucht Zeit

Dann war die Einspruchsfrist vorbei und es folgte die Siegerehrung, die ja bekanntlich beim DBSV durch die vielen Bogen-und Altersklassen etwas dauern kann…

Trotzdem sind sehr viele Schützen vor Ort geblieben und haben die Deutschen Meister und die Platzierten der jeweiligen Klassen mit Applaus bedacht – sehr sportlich!

Dann konnte auch ich meine Medaille in Empfang nehmen… ein schönes Gefühl! Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung und die überwiegende Meinung war sehr positiv.

Großes Kompliment an den Bogensportverein Hohegeiß für die Organisation, die Verpflegung und die beiden gut gestellten Parcours… das habt ihr gut gemacht!

Edgar Löhr

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